12.07.15

Jugend Freestyle Lehrgang in Plattling

Ein paar KSC-Jugendliche haben ihre Fähigkeiten auf der Welle in Plattling erweitert. Lies den Bericht von Hardi Völkel …

Ww2015 07 01

Die logische Konsequenz aus unserem Hünningen-Hewo-Treff vor ein paar Wochen: Kerstin erkundigt sich nach mehr. Beim Bayrischen Kanuverband wird sie fündig, der Lehrgang ist noch nicht ausgebucht.
Treffpunkt Freitag 19:00 Uhr ist für uns nicht machbar. Wir haben uns für diesen Abend mit meinen Eltern zum Freilicht-Bühne Musical verabredet. Aus diesem Grund kündigen wir uns zum Samstags-Frühstück in Plattling an. Das bedeutet allerdings, dass wir in Viernheim um 4:00 Uhr los fahren. Anfangs sind die Straßen schön leer, doch schon bald werden bei Antenne Bayern Sprüche geklopft wie: „ob der Sachse bei uns anhalt?“. Drei der neuen Bundesländer haben heute Ferienbeginn. Die treffen sich traditionell auf der Autobahn zwischen Regensburg und Passau. Die A3 ist so gut wie dicht. Wir fahren bei Regensburg von der Autobahn und umfahren den Stau… ganz easy.
Treffpunkt und Frühstück ist in Plattling am Vereinsgelände St.-Johann Nepumuk. Dort machen wir uns mit dem Trainer Tim Neupert und den Teilnehmern bekannt. Hier können wir unser Zelt aufbauen, wer keines dabei hat kann auch im Bootsschuppen oder wie Kerstin und ich einfach im Auto schlafen. Der Bootsschuppen bietet leider keinen Schutz vor den Schnaken.
Tim fährt mit dem Bootsanhänger an die Welle. Der Rosenheimer Paddelladen „blue and white“ hat ihm einen Hänger mit neuesten Wave Sport Booten und Leihpaddel zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer nehmen die 300m zur Welle zu Fuß.
Yvette auf der Welle

Regen ohne Wasser
Kerstin und ich setzen uns wieder in das Auto und fahren noch einmal 40km in den Bayrischen Wald. Ab Regen kann man die Strecke „Bärenloch“ auf dem schwarzen Regen paddeln. Am Einstieg werben gleich zwei verschiedene Kanuvermieter um Kundschaft, ich glaube die beiden mögen sich nicht. Wir haben unsere eigenen Boote dabei und laden diese ab. Das Auto fahre ich an den Ausstieg nach Teisnach. Mit dem Fahrrad bin ich nach ca. einer Stunde wieder an Einstieg. An dieser Stelle möchte ich ein wenig Werbung machen für diese einfache Art das Auto zu verstellen. Die 17 Fahrrad-kilometer habe ich trotz starken Anstiegen in 45 Minuten geschafft. Als wir in die Boote steigen steht die Sonne schon senkrecht und wir sind froh um die Abkühlung, die das Wasser uns bietet. Im Wasser sehen wir selten Fische aber sehr häufig lange schlängelde Algen. An manchen Stellen haben die Felsen unter Wasser kantige Rippen, am Ende der Tour eher rundgeschliffene Hinkel-steine. Der Pegel zeigt heute geringe 63cm. Die Felsblöcke über Wasser sind sehr schön anzusehen, die Steine unter Wasser leider fast unsichtbar (schwarzer Regen), wir haben sehr häufig Grundberührung, einige Steine haben bunte Markierungen aus PE. Bei so einem niedrigen Wasserstand ist das geschrubbel recht nervig, daher empfehle ich nur die halbe Strecke zu fahren (Mittelstation=Oberauerkiel). Kurz vor Teisnach müssen wir die Boote lange 800m umtragen und kommen erschöpft am Auto an.
Schnell ist das Fahrrad geholt und nach Plattling zurück-gefahren. Die jungen Wilden entern im Freischwimmbad das Krokodil; Kerstin und ich setzen uns im Vereinsheim in den Schatten.

Wieder an der Welle
Die Freestyler sind erschöpft, sonnenverbrannt durstig und hungrig. Schnell brechen wir auf zum Restaurant / Hotel zur Isar und füllen unsere Bäuche. Am Abend sehen wir uns Bilder und Videos der Teilnehmer auf der Welle an. Danach versuchen wir ein Lagerfeuer anzuzünden, was sich allerdings wegen dem nassen Holz als sehr schwierig herausstellt. Außerdem sind wir müde, also verkriechen wir uns in die Betten.
Nach dem sonntäglichen Frühstück verschwinden die Freestyler schnell in Richtung Welle. Kerstin und ich bauen das Zelt ab und kommen mit gezückter Kamera dazu. Leider gibt es hier so gut wie keinen Schutz vor der starken Sonne. Das einzige was für Abkühlung sorgt ist die Isar. Tim bietet mir ein Leihboot und Paddel an, ich setze mich auch in die Welle und lasse mich schön durchspülen (ich bin sicher das Paddel ist schuld daran, dass ich gekentert bin… oder das Boot?).
Der Lehrgang ist ca. 14:00 Uhr mit einer Kritik-Runde zu Ende (Kritik: die Welle ist viel zu weit weg von Viernheim). Danach, das kennt jeder: leider eine lange Heimfahrt.
Vielen Dank an Tim Neupert und an sein Organisationsteam. Ivette und Isabelle haben mächtig Sicherheit in der Welle bekommen und einiges gelernt. Auch Kerstin und Ich haben uns sehr wohl gefühlt.